wiped out by a single blow
all the ridiculous attempts of organizing your life,
of setting up a structure that is supposed to last,
a future that can be kept in a cardboard-box.
looking back, it seems so absurd, all those efforts and
the tiny moments of philistine joy – actually, what a shame!
now once more tabula rasa, everything to be invented anew
all questions, and especially those that torture your mind the most,
to be raised again and again.
i am tired, so sick of all this.
a sunny new morning brings no relief, nor the cardinal’s tweet or
the astonishing play of shadows on the wall.
the ocean is not only far, but meaningless
all motion vanity.
it would be time to read seneca again or this ominous
persian wise man, Omar Khayyam, that Pessoa is talkin about
but I have no time and even reading does not make any sense.
instead these turning turbulences of violent emptiness in my head, pressing against the inside of my skull, trembling to burst out
into the outside world and to dash everything on it’s way.
it gets better at night
when the light is gone and darkness lays itself upon the world
like cold poultice on the eyes of a feverish man.
six more hours, seven more hours till the sun sets…
mir träumt ich sei ein fahrender ritter durch wüsten und sonnenglut, dunkle nacht ziehe ich, paladin der liebe, auf der suche nach dem sagenhaften schloss des glücks.
der ohnmacht schon nah, erschöpft und schwankend, zerbrochen das schwert und zerschlagen meine rüstung erblicke ich es plötzlich, in seiner leuchtenden pracht und unermesslichen schönheit.
mit harten schlägen schmettere ich gegen das tor und rufe: ich bin es, der verstoßene, der zurückgelassene... öffne dich, goldenes tor, vor der schmach meines leides!
da öffnet sich knarrend das goldene tor ich trete ein, doch drinnen empfängt mich nur schweigen und unendliche nacht.
(nach antero de quental: o palácio da ventura)
O Palácio da Ventura
Sonho que sou um cavaleiro andante. Por desertos, sóis, por noite escura, Paladino do amor, busco anelante O palácio encantado da Ventura!
Mas já desmaio, exausto e vacilante, Quebrada a espada já, rota a armadura... E eis que súbito o avisto, fulgurante Na sua pompa e aérea formosura!
Com grandes golpes bato à porta e brado: Eu sou o Vagabundo, o Deserdado... Abri-vos, porta d´ouro, ante meus ais!
Abrem-se as portas d´ouro, com fragor... Mas dentro encontro só, cheio de dor, Silêncio e escuridão - e nada mais!
berlin versinkt im schnee, bedeckt sich mit einer dumpfen, weissen haube und ich laufe im kreis. verfolge meine spuren im glitzer-puder und kann nicht mal darüber erschrecken, dass ich die gleichen pfade seit jahren ablaufe, immer und immer wieder. das einstiege gefühl des entsetzens über diese einsicht ist der haltung eines verlassenen gartenmöbels unter 15cm puderschnee gewichen. auf den armlehnen kommt eigentlich gar nichts von der aussenwelt mehr an. es geht weiter, immer weiter, ohne ziel, ohne hoffnung, mit den immergleichen psychologischen lächerlichkeiten und den krisen eines mit 32 jahren mittlerweile doch wirklich etwas spät pubertierenden.
wie mag sich diese welt der erwachsenen wohl anfühlen? die, in der man verantwortung übernimmt? die, in der man eine frau gefunden hat, einen partner? zur aufzucht von neuen problemfällen und "shattered hopes" am laufenden band? diejenige, in welche die realität einbricht, ständig und ungefragt? die, in der man eine ehrbare persönlichkeit geworden ist, jemand auf dem diese gesellschaft fußt (in jedem sinne des wortes)? die, in der mein peter-pan-leibchen zu klein geworden ist, das an allen ecken und enden spannt und zwickt und reisst? (man müsste zeichnen können: einen fettwanstigen, versoffenen, unrasierten peter pan, dem die wanne aus dem hemdchem birst, während er im rindstein liegt) die, in der man einer sinnvollen tätigkeit nachgeht, einer die etwas bringt? die, in der einem keine frage mehr die betretenheits- und schamesröte zumindest auf die innenseite der gesichtshaut zaubert, entweder weil sie nicht gefragt oder nicht beantwortet wird? die, in der leben einen sinn hat? die, in der meine schuhe nebeneinanderstehen und mein köfferchen und in der ich einen kuss bekomme, bevor ich gehe? die, in der man auf mich zählt und meine steuern eintreibt? die, in der ich zum wandschrank rüberschlender, um mir einen schluck rum einzugiessen oder einen bourbon, der mich erfrischt und mir durch den rest des tages hilft? die, in der ich wichtige entscheidungen treffe und zu ihnen stehe? die, in der ich es aufgebe, sinnlose und unwichtige texte zu schreiben??
Christina the Astonishing Christina the Astonishing Lived a long time ago She was stricken with a seizure At the age of twenty-two They took her body in a coffin To a tiny church in Liege Where she sprang up from the coffin Just after the Agnus Dei She soared up to the rafters Perched on a beam up there Cried "The stink of human sin Is more than I can bear" And I cried oh, oh, oh...
Christina the Astonishing Was the most astonishing of all She prayed balanced on a hurdle Or curled up into a ball She fled to remote places Climbed towers and trees and walls To escape the stench of human corruption Into an oven she did crawl And I cried oh, oh, oh...
O Christina the Astonishing Behaved in a terrifying way She would run wildly through the streets Jump in the river and swim away O Christina the Astonishing Behaved in terrifying manner Died at the age of seventy-four In the convent of St Anna And I cried oh, oh, oh...
"The loss of my father created in my life a vacuum, a space in which my words began to float and collect and find their purpose. The great W.H. Auden said 'the so-called traumatic experience is not an accident, but the opportunity for which the child has been patiently waiting - had it not occurred, it would have found another - in oder that its life become a serious matter.' The death of my father was the 'traumatic experience' Auden talks about which left the hole for God to fill. How beautiful the notion that we create our own personal catastrophes and that it is the creative forces within us that are instrumental in doing this. Here our creative impulses lie in ambush at the side of our lives, ready to leap forth and kick holes in it - holes through which inspiration can rise. We each have our need to create, and sorrow itself is a creative act."
„Ein Missvergnügter ist Jemand, der sich mit der Welt entzweit hat und dies am eigenen Leibe zu spüren bekommt. Fortuna hat ihm etwas vorenthalten, und nun ist er darüber verstimmt und wird ihr zum Trotze unglücklich sein. Die Wurzel seiner Krankheit ist ein sich selbst schmeichelnder Stolz und eine zur Gewohnheit gewordene Empfindlichkeit, wenn etwas seinen Launen zuwider läuft; und der Grund dafür ist gewöhnlich einer von diesen dreien: ein strenger Vater, ein zänkisches Weib oder sein gescheiterter Ehrgeiz. Er hat das Wesen der Welt nicht eher in Rechnung gezogen, als bis er es zu spüren bekam; und nun fallen alle Streiche um so schwerer auf ihn, weil sie nicht seiner Erwartung entsprechen. Er hat nunmehr allem außer seinem Stolze entsagt und ist doch noch voller Dünkel in der eitlen Zurschaustellung seiner Melancholie. Seine Haltung ist von einer einstudierten Achtlosigkeit; er hält die Arme verschränkt und läßt den Kopf ebenso nachlässig hängen wie ihm der Mantel am Leib hängt; und einem Hutband ist er ebenso feindlich gesonnen wie dem Glücke. Er klagt über die Zeitläufe und die Aufsteiger und seufzt über die Vernachlässigung von Männern von Talent, das heißt solchen, wie er selber einer ist. Sein Leben lang befleißigt er sich der Satire, und beständig geißelt er die Eitelkeit des Zeitalters. Es bereitet ihm Unbehagen, wenn er Menschen fröhlich sieht, und er fragt sich, welchen Grund zu lachen sie finden können. Er verzieht seine Lippen niemals zu mehr als zu einem Lächeln, und bevor er die Vierzig erreicht, hat ihm das Stirnrunzeln Falten eingetragen. Schließlich fällt er in jene tödliche Melancholie, die ihn zu einem erbitterten Menschenfeinde macht, und das ist des Unfriedens liebster Gefährte. Er ist der Funke, der das Gemeinwohl in Brand steckt; und betätigt sich selbst als Blasebalg, um das Feuer noch recht anzufachen; und wenn irgend etwas aus ihm wird, dann gewöhnlich eines von diesen dreien: Klosterbruder, Verschwörer oder Tollhäusler.“